Über mich
Timur İlman
Vertrauen, klare Grenzen und Verantwortung
Ich bin Timur İlman. Als eines von vier Kindern einer Schweizer Mutter und eines türkischen Vaters bin ich in einer zweisprachigen und von zwei Kulturen geprägten Familie aufgewachsen. Schon in meiner Kindheit und Jugend waren unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Lebensweisen ein selbstverständlicher Teil meines Alltags.
Nach meinem Abschluss am Österreichischen St. Georgs-Kolleg in Istanbul absolvierte ich mein Studium der Politikwissenschaft an der Universität Wien. Während meiner Studienzeit wurde mir zunehmend bewusst, dass mir die direkte Arbeit mit Menschen und die Begleitung ihrer Entwicklung mehr bedeutet. Deshalb entschied ich mich für eine berufliche Neuorientierung und absolvierte in Wien eine Ausbildung im Bereich Sozialpädagogik.
Meine sozialpädagogische Ausbildung
Im Rahmen meiner sozialpädagogischen Ausbildung beschäftigte ich mich sowohl theoretisch als auch praktisch mit kindlicher Entwicklung, Lernprozessen, Verhaltensbegleitung, Kommunikation und individueller Förderung.
Die Ausbildung vermittelte mir einen ganzheitlichen Blick auf Kinder und Jugendliche. Schwierigkeiten betrachte ich daher nicht ausschließlich im Zusammenhang mit schulischen Leistungen, sondern auch unter Berücksichtigung von Motivation, Verhalten, sozialem Umfeld und individuellen Bedürfnissen.
Meine Erfahrung bei SOS-Kinderdorf
In Österreich arbeitete ich bei SOS-Kinderdorf als Sozialpädagoge.
Dort sammelte ich praktische Erfahrung in der individuellen Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die unter anderem Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit, Emotions- und Wutregulation, dem Einhalten von Grenzen sowie der Anpassung an Schule und soziales Umfeld hatten.
Diese Zeit hat mir gezeigt, dass eine gute Beziehung zum Kind allein nicht ausreicht. Vertrauen ist wichtig – ebenso wichtig sind jedoch Verlässlichkeit, klare Grenzen und die Übernahme von Verantwortung.
Eine meiner wichtigsten beruflichen Erfahrungen war die Erkenntnis, dass jedes Kind einen eigenen Charakter, eigene Motivationen und individuelle Bedürfnisse mitbringt. Deshalb gibt es für mich keine Methode, die bei jedem Kind gleichermaßen funktioniert.
Meine heutige Arbeit
Nach vielen Jahren der Ausbildung und Berufstätigkeit in Österreich habe ich mich entschieden, meinen weiteren Lebens- und Berufsweg in der Türkei fortzusetzen.
Heute arbeite ich insbesondere mit Kindern und Jugendlichen, die den Unterrichtsstoff grundsätzlich verstehen können, denen es jedoch schwerfällt, regelmäßige Lerngewohnheiten zu entwickeln, ihre Motivation aufrechtzuerhalten oder Verantwortung für Hausaufgaben und schulische Aufgaben zu übernehmen.
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit richtet sich auch an Schülerinnen und Schüler, die bereits unterschiedliche Formen der Nachhilfe ausprobiert haben, mit einer klassischen Lehrer-Schüler-Beziehung jedoch nicht die gewünschten Fortschritte erzielen konnten.
Meine Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen
In meiner Arbeit bevorzuge ich keine distanzierte, klassische Lehrer-Schüler-Beziehung.
Zunächst ist es mir wichtig, eine Beziehung aufzubauen, in der sich Schülerinnen und Schüler wohlfühlen, mir vertrauen und offen mit mir kommunizieren können. Gleichzeitig setze ich dort, wo es notwendig ist, klare Grenzen, halte vereinbarte Regeln und Ziele konsequent nach und erwarte, dass die Schülerinnen und Schüler ihrem Alter entsprechend Verantwortung übernehmen.
Unterstützend zu sein bedeutet für mich nicht, keine Erwartungen zu haben. Im Gegenteil: Wenn ich einem Kind etwas zutraue, gehört für mich auch dazu, ihm Verantwortung zu übertragen und diese einzufordern.
Mein Ziel ist nicht, dass ein Schüler nur in meiner Anwesenheit lernen kann. Vielmehr möchte ich dazu beitragen, dass er mit der Zeit eine eigene Lernstruktur entwickelt, selbstständiger wird und meine Unterstützung zunehmend weniger benötigt.
Mein Ziel
Ich bin überzeugt, dass Schülerinnen und Schüler ihr Potenzial nicht allein dadurch entfalten, dass sie mehr Unterricht oder Nachhilfe erhalten.
Manchmal braucht es jemanden, der den Schüler wirklich kennenlernt, eine vertrauensvolle Beziehung zu ihm aufbaut und gleichzeitig in der Lage ist, klare Grenzen zu setzen und Verantwortung einzufordern.
In meiner Arbeit verbinde ich deshalb pädagogische und schulische Unterstützung. Mein Ziel ist es, nicht nur die schulische Entwicklung zu fördern, sondern auch Lerngewohnheiten, Verantwortungsbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstständigkeit nachhaltig zu stärken.
Gemeinsam den ersten Schritt machen
Wenn Sie mehr über meine Arbeit erfahren oder die Situation Ihres Kindes besprechen möchten, freue ich mich auf Ihre Nachricht.